Dokumentarfilm Democracy Noir – ein Weckruf für den Schutz unserer Grundrechte
In unserem Demokratieschwerpunkt zeigen wir den aufrüttelnden Dokumentarfilm „Democracy Noir“ der oscar-nominierten Regisseurin Connie Field. Gerade jetzt, da Europa mit zunehmender Polarisierung und dem Erstarken autoritärer Kräfte konfrontiert ist, wirft „Democracy Noir“ einen wichtigen und unbequemen Blick auf das, was auf dem Spiel steht. Der Film ist ein Weckruf für all jene, die die Grundwerte der EU – Rechtsstaatlichkeit, Meinungsfreiheit und Demokratie – als selbstverständlich ansehen.
Der Film begleitet drei bemerkenswerte Frauen in Ungarn: Politikerin Tímea Szabó, Journalistin Babett Oroszi und Aktivistin Niko Antal. Sie alle stellen sich mutig gegen das autoritäre Regime von Viktor Orbán und fragen sich: „What kind of country am I living in?!“ Ihr Einsatz ist persönlich, politisch und hochaktuell.
„Democracy Noir“ ist zugleich politischer Thriller, Charakterdrama und ein eindringlicher Appell zum Handeln. Der Film zeigt den systematischen Abbau demokratischer Strukturen in Ungarn – ermöglicht nicht zuletzt durch EU-Gelder – und dokumentiert die dramatischen Wahlen von 2022, die erstmals unter Beobachtung der OSZE standen. Die Niederlage der Opposition markierte einen Tiefpunkt für alle, die an die europäische Demokratie glauben. Zurück bleibt die Hoffnung auf die Europäische Union.
Über die aktuellen Entwicklungen, die bevorstehenden Wahlen in Ungarn und die Kipppunkte der Demokratie diskutieren:
- Tobias Spöri – Politikwissenschaftler, Universität Wien und d|part, Berlin,
- Jakob Redl – Referent für Europapolitik und EU-Koordination, Grüner Klub im Parlament; Gemeinderat der Grünen St. Pölten
Hinweis: Der Film ist Original mit englischen Untertiteln, Teilnahme kostenfrei.