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101/366: Weil einige viel zuviel, viele zuwenig verdienen

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„Weil einige viel zuviel, viele zuwenig verdienen“ – aus dem 1986 veröffentlichten Text „Darum grün-alternativ“ der oberösterreichischen Grünen.


Weil einige viel zuviel, viele zuwenig verdienen!

Darum grün-alternativ! (1986)
Darum grün-alternativ! (1986)

In unserer Gesellschaft wird der Wert eines Menschen mit Geld bemessen. Wir meinen, daß sich das ändern sollte. Dann würde sich auch ändern, daß Politiker, offensichtlich in der Annahme, sie seien besonders wertvolle Menschen, sich ungeniert am Volkseinkommen bedienen können. Selbst bestückt mit Abfertigungen in Millionenhöhe, zahlreichen Privilegien, teuren Dienstautos und Dienstwohnungen und den oft zig-fachen Monatseinkünften von Kleinverdienern fordern sie in schamloser Weise gerade von jenen die Opfer, die selbst mit jedem Schilling rechnen müssen. Wir Grünen sind der Meinung, daß niemand soviel mehr leistet, oder für die Gesellschaft soviel mehr wert sein kann, daß sein Einkommen das zigfache desses eines Menschen mit Mindesteinkommen sein darf. Wir Grüne fordern daher: Laufende Offenlegung aller Politikerbezüge und eine Kürzung dieser auf ein gerechtfertigtes Maß (höherer Facharbei-terlohn und normale ASVG-Pension). Es ist nicht gerecht, daß einzelne an den arbeitenden Menschen Millionenbeträge verdienen. In einer Steuerpolitik, die die menschliche Arbeit entlastet, jedoch Einkünfte aus Kapital hoch besteuert, wird mehr Gerechtigkeit möglich sein. Langfristig sehen wir die persönliche Freiheit, Einsatzbereitschaft und Leistungswille in selbstverwalteten, genossenschaftlichen Betrieben am besten gewährleistet. Wir fordern daher, Subventionen besonders unter diesen Gesichtspunken zu vergeben.

Weil sich bei der Frauenpolitik einiges ändern muß!

Logo der Grünen Alternative und Telefonnummer in Schwanenstadt
Anrufen in Schwanenstadt.

Mehr als die Hälfte der Frauen sind berufstätig. Trotzdem lasten auf ihnen die meiste Hausarbeit, die Verantwortung für Kinder und alte Menschen. Sie sind in der Mehrheit schlechter bezahlt als gleich qualifizierte Männer, in leitenden Positionen sind sie weit weniger oft anzutreffen als die Herren der Schöpfung. Wir Grüne finden, daß sich da einiges ändern muß: Wir wollen nicht die Rollen einfach umdrehen. Aber wir wollen Bedingungen schaffen, die weniger Abhängigkeit produzieren, dem jetzigen Trend der Zurückdrängung der Frau in die unbezahlte Hausarbeit oder ganz schlecht bezahlte Heimarbeit oder Abrufarbeit entgegenwirkt. Wir wissen, daß nur die Frauen selbst, vielleicht auch mit emanzipierten Männern gemeinsam, dies ändern können. Deshalb sind auf unserer oö. Kandidatenliste unter den ersten 10 auch fünf Frauen vertreten. Wir Grüne fordern:

  • Karenzgeld und -urlaub für Männer und Frauen.
  • Vermehrte Einstellung von Frauen, wo sie bisher nicht untergekommen sind, vor allem in öffentlichen und halb-öffentlichen Bereichen.
  • Gesicherte Alters- und Krankenversicherung unabhängig von Familienstand und Arbeitsverhältnis.
  • Totaler Schutz der Teilzeitarbeiterinnen mit Sonderrechten, die Teilzeitarbeit ermöglichen, es aber für Arbeitgeber nicht günstiger erscheinen lassen.
  • Rechtliche und finanzielle Gleichstellung der verschiedenen Formen des Zusammenlebens.
  • Kommunale Hilfseinrichtungen zur Entlastung der für die Kinder zuständigen Personen im Haushalt vor allem bei Krankheit, Geburt, Schwangerschaft, öffentlicher Betätigung.

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