Die Salzburger Bio-Fibel – Fundstück des Monats 04/26

 

Die vor 30 Jahren erschienene „Salzburger Bio-Fibel“ verfolgt zwei Ziele. Zum einem fundiert sie als Nachschlagewerk und Informationsbroschüre für Biobetriebe, zum anderem dient sie als Vermarktungsmittel für die eigenen Produkte. Herausgeber ist die 1989 gegründete Firma Unser Lagerhaus, die zur Raiffeisengruppe gehört.

 

 

Die Entstehung der Bio-Fibel kann in den ernährungspolitischen Diskurs der 1990er eingeordnet werden. In diesem Zusammenhang muss allem voran die Gentechnikdebatte genannt werden, die bis heute für viele Menschen zum schlechten Beigeschmack bei diesem Thema beiträgt.1 Zusätzlich gab es in den 90er Jahren eine steigende Anzahl an Biobetrieben und Biomarken.2 Die Fibel dokumentiert, welchen Normen und Verordnungen ein Biobetrieb in Bezug auf Fütterung, Bodendüngung und Schädlingsbekämpfung zu der Zeit unterlagen. Eine bedeutende Veränderung kam mit dem österreichischen EU-Beitritt 1995, im Zuge dessen neue Verordnungen in das bestehende Regelwerk integriert wurden. Darauf weist die Bio-Fibel 1996 explizit hin. Heute wird die biologische Produktion im österreichischen Lebensmittelbuch (Codex Alimentarius Austriacus)3 geregelt.

 

 

(SM, 2026)

 

1 ÖAW, Woher die Gentechnikskepsis kommt (17.01.2024), online unter <www.oeaw.ac.at/news/woher-die-gentechnikskepsis-kommt-3> (letzter Zugriff: 23.04.2026).

2 Bio AUSTRIA, Unsere Leistungen und Geschichte, online unter <www.bio-austria.at/bio-austria/ueber-uns/unsere-leistungen-und-geschichte/#Geschichte> (letzter Zugriff: 23.04.2026).

3 Österreichisches Lebensmittelbuch, online unter <www.lebensmittelbuch.at> (letzter Zugriff: 23.04.2026).

Signatur: AT FREDA GG 16.1.2.2

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