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170/366: Grün als Lebensfarbe, nicht Tarnfarbe

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Grün: Lebensfarbe, nicht Tarnfarbe.
Grün: Lebensfarbe, nicht Tarnfarbe.

„Vor den Wahlen schlüpfen alle drei etablierten Parteien in den grünen Tarnanzug, den sie nachher schnell wieder ablegen“, schrieb die Grüne Alternative Tirol in ihrem Wahlprogramm für die Landtagswahl 1989 – bei den Grünen dagegen wird Grün als Lebensfarbe und nicht als Tarnfarbe verwendet. Die Grünen erreichten 30.960 Stimmen und 8,26%, die drei Mandate wurden von Eva Lichtenberger, Jutta Seethaler und Franz Klug besetzt. Heute im Blog die Motivation der Tiroler Grünen für den ersten Antritt.


// Liebe Tirolerinnen, liebe Tiroler!

Die grüne Alternative Tirol (Grüne) ist eine eigenständige Landesorganisation der grünen Bewegung in Österreich. Seit Jahren arbeiten hier in Tirol Menschen aus verschiedenen Umwelt-, Initiativ- und Gemeinderatsgruppen zusammen. Wir haben versucht, aufzuzeigen, daß es in Tirol eine gemeinsame Bewegung gibt, die Widerstand leistet gegen die Folgen der herrschenden etablierten Politik und Alternativen dazu entwirft. Wir wollen noch mehr Bewegung in die Politik bringen und wenden uns daher mit dieser Kandidatur zum Landtag an Euch, die Wählerinnen und Wähler in Tirol.

Für eine ökologische Wende

Wenn hier die Menschen mehr als anderswo an Lärm und Luftverschmutzung leiden, wenn alte Menschen und Kinder in der Stadt nach Atem ringen, wenn die Muttermilch mit Blei (an den Transitrouten) oder Dioxin (wie in Brixlegg) angereichert ist, wenn Kinder zur Kur geschickt werden müssen, wenn durch zunehmende Verbauung und Erschließung die Landschaft aufgebraucht wird, wenn Lawinen und Naturkatastrophen zunehmen, wenn der Schutzwald stirbt, so ist dies alles ein schreckliches Ergebnis einer falschen Politik.

Das darf nicht so bleiben. Das muß nicht so bleiben!

Die von der grünen Bewegung ausgehenden Impulse für eine ökologische Wende sind auch in Tirol sichtbar geworden. Diese Entwicklung voranzutreiben, ist eine der Haupt-aufgaben der Grünen Alternative.

Tirol und die EG

Wir sind für Überwindung von Grenzen, aber wir wenden uns gegen den EG-Anschluß, mit dem uns ÖVSPFPÖ beglücken wollen. Gerade das Beispiel Transitverkehr zeigt uns, wie wenig dieses EG-Europa auf die Umwelt und die Sorgen der Menschen darum Rücksicht nimmt. Einen Anschluß an ein Europa der Geschäftemacher und des Groß-machtzentralismus wollen wir nicht unterstützen. Wir treten ein für ein „grünes“ Europa, das die vielfältigen Kulturen achtet und die Regionen und deren eigenständige Wirtschaft stärkt.

Leben in der Politik

Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen Alternative Tirol.
Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen Alternative Tirol.

Die zahlreichen Aktivitäten in unserem Land, die Menschen in Umwelt-, Friedens-, Frauen-, Kirchen-, Bürgerinitiativ- und Grüngruppen setzen, finden zumeist nur einen begrenzten Ausdruck in der eingesessenen Politik.

Auch der Einsatz für soziale Gerechtigkeit, gegen alte und neue Formen von Armut, für ein gerechtes Verteilen von Arbeit und Einkommen und für die Durchsetzung gleicher Rechte und Chancen für Frauen gehören dazu. Grundvoraussetzung dazu ist das Platzschaffen für demokratische Mit- und Selbstbestimmung, statt dem Obrigkeitsdenken, für Pluralismus und Vielfalt statt erstarrter Strukturen, für Kontrolle und Transparenz in Politik und Verwaltung.

Damit sich das ändert, dazu will „Die Grüne Alternative Tirol“ (GRÜNE) im Landtag beitragen. Was wir nicht wollen – und auch gar nicht können – ist, diese Bewegung für Umwelt und Demokratie vereinnahmen oder gar ersetzen. Liebe Wählerinnen und liebe Wähler! Machen wir uns nichts vor: Vor den Wahlen schlüpfen alle drei etablierten Parteien in den grünen Tarnanzug, den sie nachher schnell wieder ablegen. Wenn auch Sie der Meinung sind, daß mehr Leben in den Tiroler Landtag gehört, dann setzen Sie ein Zeichen – wir zählen auf Ihre Stimmen!

Die Kandidatinnen und Kandidaten der Grünen Alternative Tirol (GRÜNE). //

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