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198/366: 10 grüne Punkte für die Ostregion ohne Stau

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10 grüne Punkte für die Ostregion (1997)
10 grüne Punkte für die Ostregion, veröffentlicht in der „Distel“ der Penzinger Grünen 4/1997

Die niederösterreichischen und die Wiener Grünen starteten 1997 gemeinsam die Kampagne „Ostregion ohne Stau“. Mit „10 grünen Punkte für die Ostregion“ wollten sie die alltäglichen Verkehrsprobleme in den Griff bekommen. „Frühstück im [PendlerInnen-]Zug“ und „Sitzplatzgarantie“ klingen immer noch verheißungsvoll…


Die täglichen Megastaus in der Ostregion müssen von Wien und NÖ gemeinsam bekämpft werden. Die Grünen starten die Offensive Ostregion ohne Stau – neue Konzepte statt uralte Rezepte. Das 10-Punkte-Programm ist auch eine Hoffnung für die geplagte Bevölkerung der Westeinfahrt, denn auch viele Penzinger Verkehrsprobleme haben Wurzeln im niederösterreichischen Umland und sind daher ein Thema für Wien und Niederösterreich.

  1. Mehr „Bürgernahe Planung“ vermeidet Verkehr: Fußläufig erreichbare Geschäfte statt Mega-Centers, Bahnhöfe mit zusätzlichen Serviceangeboten statt neuer Autobahnen.
  2. Mehr Regionalverbindungen im 15-und 30-Minuten-Takt: Ein wichtiger Schritt zur Attraktivierung: die Schnellbahn muß öfter fahren – am besten im Takt. Diese Fahrpläne merkt sich jeder.
  3. Mehr direkte Busse zu Terminals bei den U-Bahn-Endstellen: In Umlandgemeinden ohne Schnellbahnstation sollen Busse alle 15 Minuten direkt bis zur nächstgelegenen U-Bahn fahren.
  4. Mehr Service und Qualität für die Fahrgäste: „Frühstück im Zug“, eine „Sitzplatzgarantie“ für die Fahrgäste, alle Bushaltestellen mit Wetterschutz und Beleuchtung u.v.a.m.
  5. Mehr Geld für die Verkehrsideen der Gemeinden: Selbst die beste Schnellbahn nützt wenig, solange der Bahnhof schlecht erreichbar ist. Die Gemeinden brauchen daher Unterstützung für lokale Verkehrskonzepte. Dazu soll es einen Verkehrsfond mit 1 Milliarde Schilling pro Jahr geben.
  6. Mehr Komfort mit dem neuen Wiener Schnellbahnring: Die Schienen für einen Ring sind vorhanden. Man muß sie nur befahren. Der Schnellbahnring schafft neue Verbindungen und spart ein- bis zweimal Umsteigen.
  7. Brigid Weinzinger verteilte heute vormittag im Rahmen der Kampagne "Ostregion ohne Stau" Krapfen, Kaffee sowie aktuelle Zeitungen an Fahrgäste auf insgesamt sieben S-Bahn-Strecken. Bild: APA OTS/Die Grünen.
    Brigid Weinzinger verteilte Frühstück und Zeitungen an Fahrgäste auf den S-Bahn-Strecken. Bild: APA OTS/Die Grünen.

    Mehr Güter auf die Schiene – Moderne Logistikzentren für die Güterverteilung: Die Bahn muß aufholen. Die Lkw-Speditionen sind ihr um Längen voraus. Neue Servicezentren bringen den Umschwung.

  8. Mehr Effizienz durch einen „Planungsminister“ für die Ostregion: Wien, Niederösterreich und Burgenland sollen künftig einen einzigen verantwortlichen „Planungsminister“ haben. Dann fällt endlich die alte Ausrede weg: „Tut mir leid, ich bin nicht zuständig.“
  9. Mehr Jobs in die Regionen: Eine bessere Schienen-Infrastruktur bringt den Regionen auch mehr Chancen. Betriebe können den Versand leichter abwickeln und das ÖBB-Datennetz schafft auch neue Möglichkeiten auf dem Daten-Highway.
  10. Mehr Geld für den Öffentlichen Nahverkehr statt für den Transitverkehr: Das Grüne Konzept ist klar: 50 Milliarden für die Umsetzung dieses „Anti-Stau-Paketes“. Das Geld ist vorhanden: Durch Verzicht auf neue Autobahnprojekte, Einführung des Lkw-Roadpricing und Ausbau der Parkraumbewirtschaftung.

Zum Weiterlesen

Schnellbahnaktionstag der Grünen, APA OTS, 24. November 1997

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