Begleitend zu unseren Webinaren, Trainings und Workshops findest du hier Basiswissen und Hintergrundinformationen zu Grünen Schwerpunktthemen – aber auch Unterhaltsames.
Die Verantwortung für die Bildung in Österreich ist aufgrund der verfassungsrechtlichen Kompetenzverteilung auf viele Organe und Köpfe verteilt: Das Bildungssystem wird durch den Bund geregelt, die Pflichtschulen obliegen den Bildungsdirektionen (früher Landesschulrat, in Wien: Stadtschulrat). Die Bundesländer regeln die Rahmenbedingungen für elementare Bildungseinrichtungen und finanzieren diese auch. Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung verantwortet die Ausbildung der Lehrer und Erhaltung der Schulen sowie die Steuerung des Universitäts- und Hochschulsystems. Vielfach werden gute Ideen in Kompetenzgerangel zerrieben oder Entscheidungen für Verbesserungen nicht umgesetzt – zu Lasten der Lehrenden, Kinder und Eltern.
Gesellschaftliche Herausforderungen als Querschnittsthemen in der Lehrkräftebildung
In der Schule erwerben Kinder und Jugendliche soziale und kognitive Kompetenzen, meistern neue Herausforderungen und erleben Emotionen, von Motivation bis hin zu Stolz, von Stress bis Frustration. „Kids“ stellt Schüler:innen aus verschiedenen europäischen Ländern vor und Expert:innen erklären, wie Schule gestaltet sein könnte.
Kinder müssen besonders viel lernen, sie müssen sich die Welt erschließen. Was sind die Voraussetzungen dafür, erfolgreich zu lernen? Was brauchen Kinder und Jugendliche heute von der Schule, um sich weiterzuentwickeln und sich in der Welt zurechtzufinden? Wie macht Lernen Spaß? Wie kann mit Lernschwierigkeiten und negativen Emotionen im Lernkontext umgegangen werden? Was bedeutet es, das Lernen „lernen“ zu müssen? Und welche neuen Chancen bietet die Digitalisierung?
27 Minuten dauert die Doku und ist Teil der Reihe KIDS – Wie sie ticken.
Der Podcast rund um das Thema Bildung mit Kuriositäten, Problemen und Lösungen. Julia Malle und Felix Stadler, selbst Lehrer:in und Bildungssprecher:in der Grünen Wien, widmen sich den kleinen alltäglichen Geschichten und zeigen auf, woran das Bildungssystem im Großen krankt: soziale Ungerechtigkeit, mangelnde Wertschätzung, überbordende Bürokratie; wenig Autonomie, Innovationsfeindlichkeit und vieles mehr. Gleichzeitig besprechen sie, welche Lösungen es bereits gibt und welche wünschenswert sind. Die Episoden erscheinen etwa einmal pro Monat und dauern zwischen 20 Minuten und einer Stunde.
Melisa Erkurt ist als Kind mit ihren Eltern aus Bosnien nach Österreich gekommen. Sie arbeitet als Lehrerin und Journalistin. Am Ende eines Schuljahres entlässt sie die Klasse oft mit dem Wissen, dass die meisten ihrer Schülerinnen und Schüler nie ausreichend gut Deutsch sprechen werden, um ihr vorgezeichnetes Schicksal zu durchbrechen. Hier wächst eine Generation ohne Sprache und Selbstwert heran, der keiner zuhört, weil sie sich nicht artikulieren kann. Über den »Kulturkampf« im Klassenzimmer befinden einstweilen andere. Melisa Erkurt leiht ihre Stimme den Verlierern des Bildungssystems. Nicht sie müssen sich ändern, sondern das System Schule muss neue Wege gehen.
Taschenbuchausgabe: 192 Seiten, Ersterscheinung: 2020
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In der FREDA-Reihe auf der Couch analysieren eine Politikerin, ein Bildungsexperte und eine Pädagogin ihre Bildungsbiografien, ihre Einschätzung der Bildungslage und ihre Visionen. So luden wir in die Bibliothek des Freud Museums ein, um zu klären, wie lässt sich Bildung zur Prio 1 in Österreich machen. Es diskutierten Autor und ehemaliger Schuldirektor Niki Glattauer, Sprecherin der Grünen Wien und Mutter zweier Schulkinder Judith Pühringer sowie Elementarpädagogin und Sprecherin von EduCare Viktoriá Miffek-Pock. Die eloquente, Kenntnisreiche Moderation übernahm Lehrer und Bildungs-Podcaster Felix Stadler. Der Abend wurde auf Zoom gestreamt und die Aufnahme kann auf YouTube nachgesehen werden.
Auf der Webseite der Statistik Austria gibt der Bereich Bildung einen ausführlichen Überblick zur Bildungssituation in Österreich und erlaubt eine Recherche in vielen Teilbereichen: Entwicklung der Anzahl von Schüler:innnen bzw. Lehrpersonal, Verteilung der Schulform oder das Bildungsniveau der Bevölkerung. Natürlich findest du hier eher historische Entwicklungsdaten, die „aktuellsten“ bilden meistens das vorletzte Kalenderjahr ab. Kleiner Tipp: eine gute Zusammenfassung und Interpretationshilfe liefern die thematischen Pressemitteilungen in den Kategorien – auf jeden Fall eine verlässliche Quelle.
Seit 2009 wird alle drei Jahre der Nationale Bildungsbericht in Österreich veröffentlicht. Die Gesamtkoordination liegt seit 2021 beim Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung MBWF unter der Mitwirkung des Institut für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen IQS. Der Bericht 2024 beschreibt wesentliche Entwicklungen, Komponenten des Bildungscontrollings und enthält die Qualitätsberichte der Bildungsdirektionen aller Bundesländer.
Auf der Webseite lassen sich der gesamte Bericht, eine Zusammenfassung oder einzelne Teilberichte herunterladen– für Interessierte, die es ganz genau wissen wollen!
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