361/366: Im Garten von Frau Slama hat die Wende begonnen

Die „Meilensteine des Widerstandes“ gegen die B3 fasst dieses Flugblatt des grünen Rathausklubs in Wien zusammen – die erwähnte Frau (Maria) Slama war eine engagierte Kleingärtnerin. 23. Februar 1973: Der Wiener Gemeinderat beschließt den Flächenwidmungsplan Nr. 5212, der eine neue Trasse der B3 zwischen Brünnerstraße und Donaufelderstraße, quer durch eine Kleingartenanlage, enthält. Ab 1983: Der […]

357/366: Ein Fest für Madeleine. Nationalratswahl 1994

Ein Fundstück aus dem Nationalratswahlkampf 1994. Spitzenkandidatin war Madeleine Petrovic. Um die Wahlvorfreude zu genießen, bitte ich zum Fest für Madeleine. Wir werden unser Bestes geben. Unser Tiroler Klubobmann wird vierstimmig singen, die Untouchables werden musizieren und ich werde in einer hübschen Laudatio die längst erwartete Wahlempfehlung abgeben. Dazwischen werden Nationalratskandidaten Häppchen reichen. Peter Pilz, […]

356/366: Wenn Grüne eine Baustelle besichtigen

Als zwei grüne Gemeinderät_innen aus Wien die Baustelle der Staustufe Freudenau, eines Donaukraftwerks, besichtigen wollten, stießen sie auf unerwartete Hindernisse… Ein Bericht aus der Zeitschrift „Impuls grün“. Äußerst fürsorglich von Weißen Mäusen bewacht begann eine Exkursion, welche die beiden GA-Gemeinderäte [Hannelore] Weber und [Günter] Kenesei gemeinsam mit Wissenschaftlern zur Baustelle der Staustufe Freudenau führte. Ziel […]

355/366: Alles Recht geht vom Volk aus…

„Alles Recht geht vom Volk aus, aber es kehrt nicht zu ihm zurück“, schrieben Günter Schobesberger und Monika Langthaler in der Zeitschrift „Impuls grün“. Betrachtungen über Mitspracherechte und Direkte Demokratie. Alles Recht geht vom Volk aus… von Günter Schobesberger Niemand in Österreich ist wirklich rechtlos. Es gibt aber, was den Zugang aller zum Recht betrifft, […]

353/366: Das Freda-Straßen-Fest. Bundespräsidentschaftswahl 1986

Heute zeigen wir ein Fundstück aus dem Bundespräsidentschaftswahlkampf 1986, als Freda Meissner-Blau kandidierte – eine Einladung zu den Veranstaltungen zum Abschluss des Wahlkampfes verbunden mit einem Spendenaufruf. Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Aktivistinnen und Aktivisten, liebe „Selbstbesteuerer“, Spenderinnen und Spender, liebes Personenkomitee! Die Wahlbewegung neigt sich dem Ende zu, die Hauptarbeit ist getan. Ihr alle […]

351/366: Medienfreiheit. Wie man sich eine Gesetzesnovelle bestellt

Am 25. September 1996 veranstalteten die Grünen das Hearing „Medienfreiheit in Österreich“ im Budgetsaal des Parlaments. Wir bringen heute den Beitrag „Dichands Ausnahme. Wie man sich in Österreich eine Gesetzesnovelle bestellt“ von Karl Öllinger, Nationalratsabgeordneter und Sozialsprecher. Kurz vor der Budgetausschußberatung erhielt ich einen Eilbrief von Herrn Dichand. Er forderte mich auf zu bedenken, daß […]

349/366: Alternative Universität zum „Sinn von Arbeit“

„Arbeit scheint die Funktion der Orientierung und Sinngebung für eine größer werdende Anzahl von Menschen nicht mehr erfüllen zu können. Ist der Sinn nur mehr ‚Unsinn‘, kann Arbeit wieder versinnlicht werden, und wenn ja, an welchen Kriterien muß sich sinnvolle Arbeit ausrichten?“ Die Alternative Universität Graz, ein Bildungsprojekt der Grünen Akademie Steiermark, widmete sich 1995 […]

336/366: Der Tiroler Landtag lernt Demokratie

„Neben unserer extrem patriarchalen und obrigkeitsstaatlichen Unkultur“ habe sich in Tirol „eine Kultur starker und selbstbewußter Bürgerinitiativen“ entwickelt, stellte Eva Lichtenberger im Jahr 1990 fest. Lichtenberger war damals die Klubobfrau der Grünen im Tiroler Landtag. In einem Beitrag für die Zeitschrift Impuls Grün kommentierte sie unter anderem die Geschäftsordnung, die den kleinen Fraktionen die Arbeit […]

334/366: BaGru GeWi – seit 1985 in der ÖH-Exekutive

In einem Sonderheft zur ÖH-Wahl 1993 werden verschiedene GRAS-Gruppen – von der Linken Alternative Basisliste (LIAB) bis zur Basisgruppe Medizin – vorgestellt. Heute im Blog: die Basisgruppenliste Geisteswissenschaften, kurz BaGru GeWi. Seit ’85 in der Exekutive Als kandidierende Liste will die BaGru GeWi weiterhin zwischen den aktiven Menschen und Gruppierungen sowie den ÖH-Strukturen vermitteln. Die […]

332/366: Schreibwettbewerb zum Klimawandel: Die Macht der Zwetschke

2007 startete Eva Glawischnig, damals dritte Nationalsratspräsidentin, den Schreibwettbewerb [clim-8], bei dem Schülerinnen und Schüler der Oberstufen eingeladen waren, sich mit Klimaschutz und Klimawandel auszueinanderzusetzen. 300 Texte wurden eingereicht. Die Jury mit Johanna Rachinger, Eva Rossmann, Michael Lohmeyer und Helga Kromp-Kolb wählte 25 Arbeiten aus. 2008 erschienen ausgewählte Beiträge im Buch „Die Macht der Zwetschke“, […]

330/366: Was ist des Parlamentes würdig? Zum „Baby im Parlament“

„Das zieht sich ja durch bis heute, dass mich Leute darauf anreden. Auch bei meiner Wahl zum Schulsprecher war das ein Thema. Da hat ein Freund den Slogan kreiert: Michael Heindl – der mit Parlamentserfahrung“, sagte Michael Heindl in einem Interview mit Wolfgang Weisgram für den „Standard“ vom 3. Dezember 2010. Die Rede ist von […]

324/366: Atomkraftwerk Krsko sofort schließen!

1992 forderten die Villacher Grünen im Namen der Initiative „Alpen-Adria frei von Atomanlagen“ eine Resolution des Gemeinderates an die Kärntner Landesregierung. Ziel war die Schließung des Atomkraftwerks Krško. 6 Jahre sind seit der Tschernobyl-Katastrophe, seit dem bisher größten Unfall in der Geschichte der „friedlichen“ Atomenergienutzung vergangen. Auch wir hier in Villach wurden mit dem radioaktiven […]

313/366: LIAB – Liste für ein anderes Burgenland

1985 wurde das „Personenkomitee zur Bildung einer neuen politischen Kraft im Burgenland“ gegründet, im selben Jahr in „Liste für ein anderes Burgenland“ (LIAB) umbenannt. Harald Vinzenz Holper schilderte im Alternativenrundbrief 1/1986 die Bemühungen, die verschiedenen grünen und alternativen Strömungen im Burgenland zu vereinen. // Seit etwa 3 Monaten finden in Burgenland regelmäßige Treffen eines Personenkomitees […]

305/366: Kommunalpolitischer Feuermelder. Die Alternative Liste Graz

„Wir betrachten uns als eine Art ‚kommunalpolitischer Feuermelder‘ für Aktivbürger und Bürgerinitiativen gegenüber der (ohn-) mächtigen Rathauspolitik“. So beschreibt sich die Alternative Liste Graz in einem Faltblatt zur Gemeinderatswahl 1983. Jeden Mittwoch trafen sich die Engagierten aus verschiedensten Bereichen der Ökologie-, Alternativ- und Friedensbewegung in der „Dezentrale für Alternativen“ in der Prokopigasse 2/1. Im folgenden […]

300/366: Der Bauer ist kein Spielzeug

„Der Bauer ist kein Spielzeug“, betitelte der Nationalratsabgeordnete und Agrarsprecher Andreas Wabl seinen Text für eine Broschüre des Grünen Bauernbundes, die sich mit der österreichischen Landwirtschaft und der Europäischen Gemeinschaft beschäftigte. Seine Forderung, dass internationale Abkommen den fairen Welthandel absichern sollten, ist in Zeiten von CETA und TTIP mehr als aktuell. Strukturanpassung, Delikatessenladen, Überschußverwertung, Herausforderung, […]

294/366: Atomenergie – todsicher kein Beitrag gegen die Klimakatastrophe

„Die Atomlobby gibt viel Geld aus für Anzeigen und Hochglanzbroschüren, in denen verkündet wird, der Ausbau und Neubau von Atomkraftwerken könne zum Schutz vor einer Klimakatastrophe beitragen. Atomkraftwerke gegen die Klimakatastrophe – das hieße: den Teufel mit dem Beelzebub austreiben“. Der Folder „Atomenergie – todsicher kein Beitrag gegen die Klimakatastrophe“ unserer deutschen Kolleg_innen stammt aus […]

283/366: Alpeninitiative für Österreich

„Wir brauchen eine ‚Alpeninitiative‘ nach dem Muster der Schweiz, die das gesamte, ökologisch höchst sensible Bundesgebiet vor den Auswirkungen des Transits schützt.“ sagte Rudi Anschober, Verkehrssprecher der Grünen. Aus dem Archiv: die Grünen Informationen zur Transitfrage und zu einer Alpeninitiative für Österreich. Download des gesamten Folders: 283-alpeninitiative-faltblatt  (PDF, 1,4 MB) Der Transitvertrag ist ein schlechter […]

263/366: Der grüne Prater braucht Schutz

„Die Menschen flüchten vor dem täglichen Wahnsinn auf den Wiener Straßen in die Ruhe und Frische der Praterauen. Der Grüne Prater ist eines der letzten naturnahen Gebiete in der Millionenmetropole Wien. Er ist zu einzigartig und zu wunderschön um zum Parkplatz degradiert zu werden, im Gegenteil: er muß aufgewertet und geschützt werden“. Am Sonntag erreichten […]

254/366: Auf unserem Mist gewachsen. KandidatInnen zur Wiener Gemeinderatswahl 1987

Über die Erstellung der KandidatInnenlisten bei der Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahl 1987 berichtete der Grüne Rundbrief – über die Geschlechterparität und das Verhältnis von Mitgliedern der Alternativen Liste und der Vereinten Grünen. Die Einigung in Wien hat Fortschritte gemacht. Nicht durch die Gipfelgespräche, Parteibündnisse, Verträge oder -Plattformen, sondern in der Praxis. Dazu einige Fakten: Bis […]

247/366: Josefstadt gegen Wackersdorf

Im Grünen Archiv gibt es eine Presseunterlage zum Jubiläum „Ein Jahr Grüne in der Wiener Bezirksvertretung“ (1988), aus der wir hier in unregelmäßigen Abständen Beiträge veröffentlichen wollen. Der erste Teil aus Floridsdorf erschien unter dem Titel „Platzkarten im Amtshaus„, der zweite Teil aus Ottakring unter dem Titel „Bezirksrat Michael Kohlhaas wird in Jeans angelobt“ in […]

244/366: Tierversuche: Schwein mit sechs Stelzen?

Ob uns die Gentechnik bald ein Zuchtschwein mit sechs Stelzen und acht Schinken beschert, „um die Österreicher noch eher ihrem obligaten Herzinfarkt zuzuführen“? In der BIN, der Zeitschrift der Grünen Alternative Hernals, 4/1987 schrieb J. M. Schiele einen Artikel über die laufenden Entwicklungen und Proteste gegen Tierversuche. // Vor kurzem startete eine Gruppe von Wiener […]

233/366: Sozialstaat Österreich. Das Volksbegehren

Im April 2002 wurde das Volksbegehren „Sozialstaat Österreich“ abgehalten. Der sogenannte „Einleitungsantrag“, der an das Innenministerium geht, war von Werner Vogt, Stephan Schulmeister, Emmerich Talos, Ernst Berger und Elisabeth Paschinger eingereicht und von 38.425 Personen unterstützt worden. Das Volksbegehren selbst wurde von 717.102 Personen unterzeichnet, das sind 12,20%. Ziel war, dass dem Artikel 1 der […]

232/366: Landschaft erschwert Teilnahme. BUKO in Gmunden

Michael Kosz berichtete in der Grün-Alternativen Zeitung (GAZ) vom Juni 1992 über den Bundeskongress in Gmunden, bei dem unter anderem die Unvereinbarkeit von Parteifunktion und öffentlichem Mandat diskutiert wurde. Der Bundeskongreß in Gmunden sollte klären, ob und wie die Partei reformiert werden solle. Die Wochenendveranstaltung war vor allem demokratiepolitisch sehr interessant: die alte Weisheit, daß […]

231/366: GAJ zur Flüchtlingspolitik der 1990er

„Europa trägt gemeinsam mit den anderen Industrieländern kräftig dazu bei, daß Menschen überhaupt flüchten müssen“, stellte die Grünalternative Jugend in ihren EU-Informationen aus dem Jahr 1994 fest, „doch nur wenn endlich damit begonnen wird, überall auf der Erde Lebensbedingungen zu schaffen, die einem ein erträgliches Leben ermöglichen, werden Menschen nicht mehr gezwungen sein, vor Hunger, […]

214/266: Die Grünen unter dem Schmerbauch der SPÖ

Unter dem SP-Schmerbauch kann sich eine Grünpartei nicht entsprechend grün bewegen, sie wird erdrückt. Die Wähler könnten so ein Schauspiel erotisch abstoßend finden. Günther Nenning: Wohin wachsen die Grünen? (1994) Gefunden in: Wienbibliothek im Rathaus, Handschriftensammlung, Nachlass Günther Nenning, ZPH 1382, Box 53

212/366: Widerstand gegen die Ennsnahe Trasse

„Gesetzesbrüche pflastern ihren Weg“, titelte Eric Egerer 1993 in der Zeitschrift „Natur und Land“ – gemeint war die „Ennsnahe Trasse“, ein Straßenbauvorhaben im steirischen Ennstal. Unser heutiger Beitrag über den Widerstand gegen dieses Projekt stammt aus den 1994 erschienenen „Grünen Informationen“ zum Thema BürgerInnenbeteiligung. „Mündige BürgerInnen bestimmen mit – nicht nur am Wahltag“, heißt es auf […]

211/366: Schnitzel von der Alternativen Liste

//zitat// In einer Anfrage wollten wir uns informieren, was der Herr BVorst. [Bezirksvorsteher Wolfgang Schmied, ÖVP, Anm.] zu unternehmen gedenkt, falls die 18 Bäume im Bereich der US-Botschaft doch gefällt werden sollten. Nun: Laut eigener Aussage hat er zwar keine rechtlichen Mittel dagegen, will sich aber gerne mit uns an die Bäume anketten lassen, soferne […]

207/366: 28 Schilling Porto für Kinowerbung

Grüne Kinowerbung wurde in Form von Filmrollen in quadratischen Schachterln an die Kinos versandt. Wir haben heute eine große Menge solcher Päckchen aus dem Archiv der Wiener Grünen übernommen. Es handelt sich gemäß Beschriftung immer um denselben 3x20sec-Wahlwerbespot zur EU-Wahl am 13. Oktober 1996 (uns fehlt das Abspielgerät zur genauen Überprüfung, daher werden wir uns […]

202/366: Frauen in der Bundeshymne? Schon 1987!

„Einig laß in Brüderchören (uns froh sein, daß es in der Realität mehr Frauen gibt, als uns Hymnentexte und Geschichtsschreibung vorgaukeln)“. 1987 erschien diese Bundeshymne mit Anmerkungen in der Zeitschrift „Basis-Information“ (Grünpress 42). // 1987 und die Wände sind da! Denn ein Brett vor dem Kopf genügt vielen nicht mehr. Die Bestsellerlisten werden von einem […]

201/366: Zwölf Forderungen zur Regelung des Freiheitlichenproblems

„Womit die Ausländer den freiheitlichen Anstoß erregen, ist wohl ihre Herkunft, für die sie natürlich nichts können. Gewiß, manche von ihnen halten sich illegal im Lande auf, und damit wird das beispiellose Vorhaben auch begründet. Die Freiheitlichen hingegen leben zwar legal in Österreich; aber das Anstoßerregende an ihnen ist ihre Gesinnung, an der sie selbst […]

199/366: Fliegender Sonderabfall. Von Draken und Luftballons

„In der direkten Gegenüberstellung ist von Vertretern Ihres Ressorts darauf hingewiesen worden, daß der Draken dem Luftballon in der Luftbegegnung unterlegen ist. Welche Hindernisse stehen der Einführung des Luftballons in der Fliegerdivision noch im Wege?“ Im Grünen Rundbrief vom 23. Juni 1988 wurde die „Anfrage der Abgeordneten Pilz und Freunde an den Bundesminister für Landesverteidigung […]

198/366: 10 grüne Punkte für die Ostregion ohne Stau

Die niederösterreichischen und die Wiener Grünen starteten 1997 gemeinsam die Kampagne „Ostregion ohne Stau“. Mit „10 grünen Punkte für die Ostregion“ wollten sie die alltäglichen Verkehrsprobleme in den Griff bekommen. „Frühstück im [PendlerInnen-]Zug“ und „Sitzplatzgarantie“ klingen immer noch verheißungsvoll… Die täglichen Megastaus in der Ostregion müssen von Wien und NÖ gemeinsam bekämpft werden. Die Grünen […]

195/366: Bundesländerfritz. Entscheidungsstruktur der Alternativen Liste Oberösterreich

Die Entscheidungsfindung in der Alternativen Liste Oberösterreich erfolgte nach dem Subsidiaritätsprinzip: „Jede Entscheidung soll in der untersten möglichen Ebene getroffen werden und darf von oberen Ebenen nicht aufgehoben oder praktisch unmöglich gemacht werden“. Um zu verstehen, welcher Organisationsteil mit welchen Personen und „Fritzen“ in welcher Verbindung steht, muss man die Darstellung wohl länger studieren 😀

194/366: Jugendliche brauchen Freiräume. Berufsschülertage 1995

„Mehr als die Hälfte der österreichischen Jugendlichen absolviert eine Lehre. Trotzdem sind Lehrlinge nach wie vor die Stiefkinder der Nation. Eine vergessene Mehrheit. Jede bildungspolitische Debatte dreht sich um Volksschule, Hauptschule, Mittelschule, Universität. Über die Berufsschule wird kaum geredet“. Hat sich an dieser Diagnose von Peter Pilz aus dem Jahr 1995 viel geändert, was meint […]

187/366: Ärger mit Behörden? Rent-a-demo hilft Ihnen

Falls Sie ein Anliegen haben und bezahlte Berufsdemonstrierer_Innen benötigen, ist die Grüne Bildungswerkstatt Oberösterreich gerne behilflich. Dieses – dreimal unterstrichen! – SATIRISCHE Fundstück stammt aus dem Grünen Archiv Oberösterreich und wurde 1987 veröffentlicht 🙂 Ärger mit Behörden? Nachbarn? Vorgesetzten? Diesem Scheißstaat? Rent-a-Demo hilft Ihnen. Nutzen Sie Ihr Grundrecht auf Widerstand! Wählen Sie aus unserem reichhaltigen […]

186/366: Blimlinger: Hainburg und Zwentendorf sind Geschichte

Thomas Blimlinger im „Impuls Grün“ vom September 1993 über die grünen Gründungslegenden: Jede/r 18jährige ist in ihrem/seinem Bewußtsein um klassische Grünthemen wie Umweltschutz weiter als die Saurier der aussterbenden 68er-Generation. Für die ErstwählerInnen von 1994 sind die Grünen eine normale Parlamentspartei. Hainburg und Zwentendorf sind Geschichte.

182/366: Die Fans vom anderen Ufer. Homophobie im Fußball

Unser heutiges Archivfundstück haben wir passend zur Fußball-Europameisterschaft ausgewählt: 2006 veröffentlichten die Wiener Grünen eine Broschüre zum Thema Homophobie im Fußballsport. Marco Schreuder, damals Wiener Gemeinderat und Sprecher der Grünen Andersrum, in seinem Vorwort: „Bei der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland werden wieder Millionen Menschen weltweit gebannt die Spiele verfolgen, bis feststeht, wer sich Weltmeister nennen […]

175/366: Andreas Wabl: Von Flüssen und Menschen

Umweltschutz oder soziales Engagement? „Der ermüdende Streit über die Prioritätenliste (z.B.: Was ist wichtiger, der Fluß oder das soziale Elend eines Haftentlassenen?) ist rasch entschieden, wenn anstehende Probleme radikal und konsequent diskutiert werden und danach gehandelt wird. Die Frage nach der Verschmutzung eines Flusses ist nicht zu trennen von der Frage des Schicksals jener Menschen, […]

174/366: Green Europe? A green view on European integration

Morgen entscheidet die Bevölkerung Großbritanniens über den sogenannten Brexit, den freiwilligen Austritt aus der Europäischen Union. Passend dazu haben wir heute einen Text der Grünen Partei von England, Wales und Nordirland ausgewählt: In der Broschüre „Green Europe? A green view on European integration“ aus dem Jahr 1993 listet die Green Party auf, was ihrer Meinung […]

169/366: Wiedergefunden auf Zeit

„Wiedergefunden auf Zeit. Neue Briefe aus der verlorenen Nachbarschaft samt Dankreden, Laudationes und einer Würdigung dreier Wienerinnen, die in New York die Shoa überlebten“ wurde von Thierry Elsen, Ingrid Popper und Werner Rotter in Zusammenarbeit mit der Grünen Bildungswerkstatt Wien herausgegeben und ist im Jahr 2000 bei Mandelbaum erschienen. Das Buch dokumentiert das Projekt „Verlorene […]

167/366: Das Akzeptanz-Konzept

Das Akzeptanz-Konzept der Wiener Grünen für die gesellschaftliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen wurde 1996 veröffentlicht. Im selben Jahr wurden übrigens die Grünen Andersrum gegründet. // Sie erregen Aufsehen und haben im Alltag doch das Nachsehen: die rund 200.000 Lesben, Schwule und Transgender-Personen in Wien. Wenn „Wien weltoffen“ auf dem Stundenplan steht, schmücken sich […]

158/366: Werner Kogler und der Dow Jones

Im September 2011 verweigerten die Grünen im Parlament den Regierungsparteien die Zustimmung dazu, kurzfristig die Aufstockung des Euro-Rettungsfonds EFSF auf die Tagesordnung des Finanzausschusses im Nationalrat zu hieven. Für die Änderung der Tagesordnung wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich gewesen. Durch den Fehler einer Agentur wurde diese Ablehnung als Ablehnung Österreichs der Euro-Stabilisierung interpretiert, der Börsenindex Dow […]

149/366: Die olympische Disziplin des Sesselrangelns. Warum Günther Nenning nicht kandidierte

„Ich kann kein elender Parteigänger sein, der nur dem einen Freund recht und Liebe gibt“, so begründete Günther Nenning, warum er 1986 nicht selbst für den Nationalrat kandidierte, „ich nehme politisches Asyl in den leuchtenden Augen und herzhaften Umarmungen von Grün-Menschen, die für die Bewegung arbeiten seit Jahr und Tag und gar nicht ins Verlegenheitsverhältnis […]

133/366: Umwelttipps aus dem Jahr 1984

Schlämmkreide, essigsaure Tonerde und Schmierseife – im Alternativenrundbrief 101/1984 wurden vier Seiten mit Umwelttipps für den Haushalt abgedruckt. Die funktionieren heute noch genauso! Download: 133-umwelttipps (PDF, 4 MB) Konkrete Produkte findet man heute übrigens auch im Netz: Die Umweltberatung bietet mit ÖkoRein eine Datenbank für umwelt- und gesundheitsschonende Wasch- und Reinigungsmittel an.

132/366: Volksgruppen im ORF: grüner Erfolg

1989 legte das „Zehnte Bundesland“, die Vertretung der anerkannten Volksgruppen und ethnischen Minderheiten, einen Bericht an den grünen Bundesausschuss in Salzburg vor und verweist auf einen grünen Erfolg: „Die Initiativen für die Einführung von Volksgruppen-TV-Sendungen hatten ihren Ursprung im Informationszentrum  der Österreichischen Volksgruppen. Ein Gesetzesantrag von Karel Smolle auf Änderung des Rundfunkgesetzes, wonach Volksgruppensendungen im […]

128/366: Lob von Hans Dichand

Der „Planet“, die Zeitschrift für politische Ökologie der Grünen Bildungswerkstatt, wurde 1997 begründet. Der damalige Obmann Wilfried Graf holte Rückmeldungen aus der Medienwelt ein. Der „Krone“-Herausgeber Hans Dichand antwortete am 23. Juni 1997: „Die Zeitung nähert sich meinen Vorstellungen von einer Partei der Grünen; klar der Umwelt verpflichtet und nicht vergilbten marxistischen Vorstellungen“. 2010 wurde […]

122/366: Widerstand hat Sinn. Grüne Burgenland 1988

„Nach der Wahlniederlage bei der Landtagswahl 1987 [2,2%, Anm.] rechnete niemand damit, daß die GRÜNEN in diesem Land künftig eine Rolle spielen würden“, schrieben die burgenländischen Grünen im November 1988. Die Ein-Jahres-Bilanz der grünen „außerparlamentarischen Opposition“ sieht allerdings sehr positiv aus: „Vor allem haben wir den Burgenländerinnen und Burgenländern eines gezeigt: gegen „die da oben“ […]

120/366: Die Partei mit dem schwierigen Namen

„Es gibt nahezu keine Informationssendung, in der Mitglieder, Funktionäre oder Mandatare dieser politischen Partei auftreten, in der nicht die unterschiedlichsten Bezeichnungen gewählt würden“, kritisierte Pius Strobl 1993 in einem Schreiben an ORF-Generalsekretär Gerd Bacher. Tja, eine Partei ohne die übliche Abkürzung mit drei Buchstaben hat es offensichtlich schwer, auch nach sieben Jahren im Parlament… // […]

114/366: Kial Esperanto estas la lingvo por la verduloj?

Folder des Vereins der Grünen Esperantisten (Grünes Archiv, Archiv der Wiener Grünen)

Die intensiven Bemühungen von Sprach-Aktivist_innen, die Grünen vom Esperanto zu überzeugen, lassen sich in einer Mappe mit Briefen, Postkarten und Faltblättern nachvollziehen, die das Grüne Archiv vor kurzem von den Wiener Grünen übernommen hat. Hier ein fünfsprachiges Faltblatt, das Antwort auf die Frage „Kial Esperanto estas lá  lingvo por la verduloj?“ liefern soll. zum Download: 114-gruene-esperanto-folder […]

105/366: erstes Treffen des Arbeitskreises Christen und Grüne

„Der verstaubt-konservative, geistig vor dem 2. Vatikanischen Konzil stehengebliebene Kurs von Teilen der österreichischen Amtskirche (Krenn, Groer) macht es für kritische, aufgeschlossene Christinnen und Christen zunehmend schwieriger, sich einzubringen. Viele dieser Menschen sehen Berührungspunkte zur Grünbewegung: bei den Idealen des Ur-Christentums, in Franz von Assisis Beziehung zur Natur, bei der ‚Theologie der Befreiung‚“, so heißt […]

88/366: Ich habe nicht koaliert – Grünzeux-T-Shirts

eine kleine Auswahl an Grünzeux-T-Shirts aus dem Grünen Archiv. Bild: Monika Bargmann, CC-BY

Bis 2014 konnten im Grünzeux-Shop in der Wiener Lindengasse T-Shirts, Taschen und andere Gimmicks erworben werden. Darauf gedruckt waren verschiedenste Sprüche zu Kampagnen oder Wahlkämpfen der Grünen, zu aktuellen politischen Ereignissen  oder zu Aussagen der politischen Gegner_innen – von „Global Warming – ich war dabei“ über „Ich habe nicht koaliert“ bis „Seit Schüssel haben wir […]

79/366: Bezirksrat Michael Kohlhaas wird in Jeans angelobt

Im Grünen Archiv gibt es Berichte zum Jubiläum „Ein Jahr Grüne in der Wiener Bezirksvertretung“ (1988), die wir hier in unregelmäßigen Abständen veröffentlichen wollen. Der erste Teil – aus Floridsdorf – erschien am 13. März unter dem Titel „Platzkarten im Amtshaus“ in diesem Blog. Heute geht es in den sechzehnten Bezirk: Der Ottakringer Bezirksrat Christian […]

78/366: Bürgerinitiative Oberösterreich: Themen bitte mitbringen

Diese Einladung zum Treffen der BIO Bürgerinitiative Oberösterreich erschien in der Zeitschrift „Alternativenrundbrief“ 1/1986. Ob das „Gesprächs- und Koordinationsforum“ in Wels stattgefunden hat, welche Themen dort tatsächlich besprochen und welche Aktionen geplant wurden, wissen wir leider nicht. Vielleicht kann sich jemand erinnern? 1986 ist doch noch gar nicht sooo lange her 😉

77/366: Kritik an Zersiedelung – im Jahr 1952!

„Die wilde, ungeordnete, planlose Verbauung unserer Gemeinden ist nicht nur baukulturell und landschaftlich verwerflich, sie bringt den Gemeinden und jedem einzelnen auch ernste wirtschaftliche Nachteile“, konstatierte der Architekt Franz Schuster beim 8. österreichischen Städtetag. Sein Beitrag „Ökonomie und Schönheit in der Ortsentwicklung“ wurde im Amtsblatt der Stadt Wien vom 2. Jänner 1952 abgedruckt. Schon vor […]

73/366: Platzkarten im Amtshaus

Ein interessanter Neuzuwachs im Grünen Archiv ist die Presseunterlage zum Jubiläum „Ein Jahr Grüne in der Wiener Bezirksvertretung“ (1988). Aus jedem Bezirk kam ein Bericht – teilweise einfach die grünen Anträge aus dem ersten Jahr, teilweise aber auch längere Berichte, die zeigen, wie die Grünen von den anderen Fraktionen aufgenommen wurden. So viel sei verraten: […]

68/366: Erziehung zur weiblichen Rolle. Grünes Frauenforum 1990

Zum Frauenmonat März ein Archivfundstück aus dem Jahr 1990: eine Einladung zum Grünen Frauenforum in Linz. „Frauen ins Parlament“ war der Übertitel – im Dezember 1989 war beim Bundeskongress in Gmunden beschlossen worden, dass in der folgenden Legislaturperiode die Hälfte der grünen Abgeordneten Frauen sein sollten. 1:1 statt 1: 7 Beim ersten Einzug ins Parlament […]

62/366: Kinder wollen wählen! Bioessen in Kindergärten und Schulen

Bereits Anfang der 1990er Jahre setzten sich die Wiener Grünen für Bioessen in den Kindertagesheimen und Schulen ein, zeigt der Folder „Kinder wollen wählen!“. Die Hartnäckigkeit machte sich bezahlt: 2001 einigten sich SPÖ und Grüne auf die Steigerung des Bioanteils bei den Mahlzeiten in allen öffentlichen Einrichtungen der Stadt. 2002 wurde die Versorgung in den […]

57/366: Von Eurokommunisten zu kritischen Christen

Der Bundesarbeitskreis „Frieden/Internationale Kontakte“ der Grünen Bildungswerkstatt produzierte eine englischsprachige Broschüre, in der Entstehungsgeschichte, Wahlergebnisse und Ausrichtung der Grünen Alternative für ein internationales Publikum dargestellt werden. Erschienen ist sie vermutlich Ende 1988 / Anfang 1989, kann aus den angegebenen Wahlergebnissen und der Adresse des Bundesbüro geschlossen werden. //zitat// A deficiency of the Austrian Greens is […]

55/366: Streifzug durchs Menü – Grüne Bildungswerkstatt Wien 1990

Ein Blick zurück in die Anfänge der Grünen Bildungswerkstatt (GBW) – am 3. Mai 1987 wurde die politische Bildungseinrichtung der Grünen am Kulturgelände Nonntal in Salzburg mit zehn Ländervereinen gegründet. In der Broschüre „Streifzug durch’s Menü“ wurden die Schwerpunkte und Veranstaltungen der Wiener GBW für das erste Halbjahr 1990 präsentiert – durchaus auch eine allgemein […]

52/366: Let’s have a party

Dieser Bierdeckel der Europäischen Grünen, der neben anderen Bierdeckeln im Grünen Archiv verwahrt wird, spielt auf die ÖVP-Politikerin Elisabeth Gehrer an. Gehrer, zu diesem Zeitpunkt Bildungsministerin und Vizeobfrau der Volkspartei, hatte in einem Interview zu einer möglichen „Pensionistensteuer“ den Ball an die junge Generation zurückgespielt: „Was macht das Leben lebenswert? Etwa wenn man von Party […]

48/366: Wissen glänzt nur im Innenteil. Grüne Bildungswerkstatt Vorarlberg 1988

Die Grüne Bildungswerkstatt mit ihren Ländervereinen wurde 1987 gegründet. Die GBW Vorarlberg zog nach einem Jahr Bilanz – mit einem Rückblick auf die ersten Veranstaltungen und mit Beiträgen über politische Bildungsarbeit. Der Text „Die Instrumente haben wir ja — nur die Musikstücke fehlen“ von Wolfgang Maurer, Gernot Egger und Ingrid Bertel ist auch nach 28 […]

44/366: Hainburg ist überall: die Plakate des Gottfried Hochstetter

„Ich erinnere mich noch, wie ich Gottfried Hochstetter Anfang der 90er Jahre kennengelernt habe: Bei den ‚Ennstrassenprotesten‘, als er ein sicher 15m langes bedrucktes Stofftransparent mitbrachte, das er am Schutzzaun – der gegen die DemonstrantInnen errichtet wurde – anbrachte. Darauf war zu lesen: ‚Werbeflächen zu vermieten‘ – gleich daneben die Telefonnummer der Steiermärkischen Landesregierung“, so […]

37/366: Lebensbejahend oder lebensfrustriert – wozu zwei Grünparteien?

Wozu zwei Grünparteien? Was unterscheidet sie voneinander? Diese Fragen versuchten die Vereinten Grünen in einem „Grünen Wegweiser“ – natürlich aus ihrem Blickwinkel – zu beantworten. Die vierseitige Publikation des Landesverbandes Wien der Vereinten Grünen Österreichs (VGÖ) wurde im Wiener Stadt- und Landesarchiv (Bestand 1.104.3 – Die Grünen) gefunden. Der Text hat keine Jahresangabe, dürfte aber […]

35/366: United Colors of Beton

Eine grüne Alternative gegen die Betonschädeln von SPÖ, ÖVP und FPÖ – sagt eines der Plakatsujets zur Gemeinderats- und Landtagswahl in Wien im Jahr 1991. Den Grünen gelang in diesem  Jahr  erstmals der Einzug ins Rathaus – mit sieben Mandaten. Der Sitz im Stadtsenat wurde von Christoph Chorherr wahrgenommen, Klubobmann wurde der Spitzenkandidat Peter Pilz. […]

33/366: ALÖ erhält Rechtspersönlichkeit

Am 21. März 1982 wurde bei einem Alternativtreffen im oberösterreichischen Oftering der Beschluss gefasst, 1983 bei den Nationalratswahlen als „Alternative Liste“ anzutreten. Am 5. November 1982 fand schließlich die Gründungsversammlung der Alternativen Liste in den Grazer Minoritensälen statt. Die Grundsätze waren „ökologisch“, „basisdemokratisch“, „solidarisch“ und „gewaltfrei“. Heute vor 33 Jahren, am 2. Februar 1983, bestätigte […]

32/366: Dein Fernseher kann Dich nicht in den Arm nehmen

„Warum Sie sich an den neuen Medien nicht beteiligen sollten“: Die Arbeitsgruppe Medienpolitik der Alternativen Liste Wien warnte 1984 vor unkritischem Fernsehen und dem neuen Medium Bildschirmtext, insbesondere – passend zum Orwell’schen 1984 – vor deren Überwachungspotential. //zitat// Sie tragen zur Vernichtung vieler Arbeitsplätze bei, vielleicht Ihres eigenen. Wenn Sie heute noch freiwillig mitmachen, werden […]

31/366: Argumente gegen Abfangjäger 1985

„Macht nichts, kann ruhig teuer sein. Wir bringen alle Kosten über Kompensationen wieder herein“ – kommt Ihnen bekannt vor? Nein, nicht alles, was nach Eurofightern klingt, dreht sich auch um Eurofighter. Blicken wir etwas weiter zurück: Im November 1985 wurde das Volksbegehren gegen Abfangjäger und zur Einleitung einer Volksabstimmung von 121.182 Personen, das waren 2,23 […]

29/366: Minderheiten ins Parlament

„Volksgruppengesetze werden beschlossen, Volksgruppenbeiräte eingerichtet, und trotzdem müssen immer wieder wieder Rechte über den Verfassungsgerichtshof eingeklagt werden. Derartiger Umgang mit Minderheiten ist eine Schande für ein modernes Staatswesen, das sich Demokratie nennt“.  Für die Nationalratswahl 1990 stellte der Arbeitskreis Minderheiten der Grünen in einem Faltblatt folgende Forderungen auf: interkulturelle Erziehung sofortige Erfüllung der Minderheitenschutzbestimmungen des […]

24/366: Kampf gegen „Zerstörung, Packelei und soziale Kälte“: die Salzburger Bürgerliste

In den späten 1970er Jahren kam es in Österreich zu ersten grünen Kandidaturen bei Gemeinderatswahlen. Die Bürgerliste, ein Zusammenschluss verschiedener BürgerInneninitiativen, zog 1977 mit zwei Mandaten in den Gemeinderat der Stadt Salzburg ein – Gemeinderäte wurden Herbert Fux und Richard Hörl. Zum zwanzigjährigen Bestehen 1997 wurde eine Jubiläumsschrift veröffentlicht, die von einer kleinen Gruppe unabhängiger […]

19/366: Politik braucht Eier… von glücklichen Hühnern

Im Grünen Archiv sammeln wir Wahlwerbegeschenke und Aktionsmaterial aller Art, vom Demotransparent über Kondome bis zu grünen Kreiseln und Sonnenbrillen. So haben wir natürlich auch viele Aufkleber von den 1980ern bis heute – hier ein paar vergleichsweise neue aus dem Jahr 2012: Fuckushima (für Leute mit sehr kurzem Gedächtnis: Nuklearkatastrophe von Fukushima) Rechts abbiegen verboten […]

17/366: Jugendbildnis von Madeleine Petrovic

Dieses Jugendbildnis von Madeleine Petrovic, derzeit Landtagsabgeordnete in Niederösterreich, haben wir im Grünen Archiv. Leider wissen wir nicht, von wann oder von wem es ist. Die Juristin und Betriebswirtin ist seit 1986 in verschiedenen Funktionen bei den Grünen aktiv, zuerst in Wien, von 1990 bis 2003 auf Nationalratsebene und seit 2003 in Niederösterreich. Als Klubobfrau […]

13/366: Arbeit schaffen, Umwelt erhalten, Zukunft gestalten. Das Programm der Vorarlberger Grünen 1998

Die Vorarlberger Grünen formulierten in einer breit angelegten Programmdiskussion zwischen Juni 1997 und April 1998 wesentliche Positionen Grüner Politik. Das Programm „Arbeit schaffen – Umwelt erhalten – Zukunft gestalten“ wurde im April 1998 beschlossen. Die Beschlussvorlage für die Vollversammlung am 23. April 1998 haben wir im Grünen Archiv. //zitat// Wir sind Optimisten – auf Basis […]

12/366: Lebensqualität statt LKW-Terror im Burgenland

„Der Eisenstädter Autobahnknoten ist allein so groß wie das Stadtgebiet von Eisenstadt“, stellte die Grüne Alternative Burgenland fest, „der Kraftfahrzeugverkehr verursacht heute bereits Schäden immensen Ausmaßes, indem er immer gravierender die natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen beeinträchtigt“. Die Forderungen, die die junge Gruppierung in den Broschüren „Verkehrspolitik für Mensch und Umwelt“ und „Lebensqualität […]

6/366: Westwärts. Eva Lichtenberger 1990 über das Verhältnis von Tirol zu Wien

„Wenn wir über Regionalisierung nachdenken, wollen wir nicht ein alpines Wurzel-Sepp-Image übergezogen bekommen“. Der Beitrag „Westwärts“ von Eva Lichtenberger erschien in der fünzigsten Ausgabe der Alternativen Monatszeitung MOZ vom März 1990 in der Rubrik „Das grüne Wort“. Zu diesem Zeitpunkt war die Grüne Alternative mit drei Abgeordneten (Eva Lichtenberger, Jutta Seethaler, Franz Klug) im Tiroler […]

4/366: 10 Gebote für grüne Aktivisten

Die Vereinten Grünen Österreichs, eine der Vorläuferparteien der heutigen Grünen, stellten 1985 in ihrer Zeitschrift „Grüne Blätter“ zehn Verhaltensregeln für grüne Aktivistinnen und Aktivisten auf. Zu beurteilen, was davon noch Gültigkeit hat und wie es mit der Umsetzung im politischen und gremialen Alltag aussieht, sei den geneigten Leserinnen und Lesern überlassen. Manche Formulierungen würden heutzutage […]

3/366: Verteidigungsminister Peter Pilz

Im Jänner 1990 wiegt Peter Pilz in der Grün-alternativen Monatszeitung, kurz „MOZ“, Opposition und Koalition gegeneinander ab und verrät, womit er persönlich zu locken wäre. Titel des Beitrags: „Mein Verteidigungsministerium – und sonst gar nichts“. Pilz ist zu diesem Zeitpunkt grüner Nationalratsabgeordneter und Mitglied des Landesverteidigungsrates.   //zitat// Vor einem Jahr wollten alle – oder […]