347/366: Alternative Regierungserklärung

„Die Entscheidungen über das Wie unseres Lebens haben sich längst von demokratisch gewählten Einrichtungen hin zu einer schmalen Oligarchie aus Politik, Verbänden und Wirtschaftsspitzen verlagert. (…) Politik ist längst ein Wurmfortsatz der Ökonomie und darf deren soziale, ökologische und politische Schäden reparieren“, stellten die Grünen 1987 fest. In einer Alternativen Regierungserklärung hielten die Jung-Parlamentarier_innen – […]

337/366: Gedanken für ein Gerippe eines ALÖ-Programms

Die „Gedanken für ein Gerippe eines ALÖ-Programms“ basieren auf einem Konzept von Gerhard Geißler und wurden von Dan Jakubowicz, Manfred Stein und einigen anderen erweitert. Der Entwurf solle als „Anstoß zu einer Programmdiskussion in der Regionalgruppe Wien und evtl. den anderen Regionalgruppen“ dienen. Veröffentlicht wurde das Papier im Alternativenrundbrief vom 23. April 1982. 1. Wirtschaftspolitik […]

331/366: Philosophische Fragen an eine grüne Programmatik

Konrad Paul Liessmann stellte 1996 bei der Bildungstagung der Grünen Bildungswerkstatt „Philosophische Fragen an eine grüne Programmatik“. Der Beitrag „Die Zukunft der Moderne“ erschien in einer gekürzten Version in der Broschüre „10 Jahre Grüne Bildungswerkstatt“. Daraus bringen wir heute einen Auszug. // Vor wenigen Jahren noch hätte man der Moderne alles mögliche zugetraut, nur keine […]

315/366: Grüne Bildungswerkstatt: Manifest der tausend Worte

1987 wurde die Grüne Bildungswerkstatt als politische Bildungseinrichtung der Grünen gegründet. In der Zeitschrift „Impuls Grün“ 6+7/1991 berichteten Karl Kaser, Markus Ludescher, Georg Monogioudis, Christian Promitzer und Christian Wabl über die Prinzipien, die diese Bildungsarbeit leiten. Titel: „Manifest der 1000 Worte“ (wir haben nicht nachgezählt). Die Grüne Bildungswerkstatt hat vor wenigen Jahren ihre Tätigkeit aufgenommen. […]

310/366: November 1982: Gründungsversammlung der Alternativen Liste Österreich

„Nur eine Gesellschaft, die die Arbeit solidarisch organisiert und in der Konflikte mit immer weniger Gewalt ausgetragen werden, kann zur friedlichen Koexistenz mit der Natur hinfinden“. Heute vor 34 Jahren, am 5. November 1982, fand die Gründungsversammlung der Alternativen Liste Österreich (ALÖ) im Grazer Kulturzentrum Minoriten statt. Die ALÖ wurde getragen von AktivistInnen aus der […]

303/366: Anforderungen an eine grüne Wirtschaftspolitik

Der Kongress „Perspektiven ökologischer und sozialer Wirtschaftspolitik in Österreich“ fand am 31. Oktober und 1. November 1987 in Leoben statt. Er wurde von der Grün-Alternativen Liste Steiermark und der Grünen Akademie veranstaltet. Ziel der Veranstaltung: „Diskussionen über wirtschaftliche Alternativen sind ein Gebot der Stunde — für die grünalternative Bewegung ebenso wie für all jene außerhalb […]

298/366: Steiermark: Programm für eine ökologische Sozialpolitik

„Die Grün-Alternative Sozialpolitik ist ökologisch: Sie ist auf ein soziales Leben ausgerichtet, das nicht mehr im Widerspruch zu natürlichen Prozessen und zur Umwelt steht! Die Grün-Alternative Sozialpolitik ist emanzipatorisch. Aktive Beteiligung an der Beseitigung sozialer Not statt Degradierung zu Objekten! Die Grün-Alternative Sozialpolitik ist auf Vorsorge aufgebaut: Sie verlangt eine Umorientierung der bestehenden Wirtschaftsform.“ „Helfe […]

293/366: Gewaltfreiheit oder Friede? Grundsatzdebatte

Vor neunzehn Jahren, von 17. bis 19. Oktober 1997, fand der 15. Bundeskongress der Grünen in Graz statt. Die Beschlussfassung eines Entwurfs für ein neues Bundesprogramm wurde auf Juli 1998 verschoben, um daran weiterarbeiten zu können. Zu den kontrovers diskutierten inhaltlichen Fragen zählte, ob der Grundwert „Gewaltfreiheit“ durch das Wort „Friede“ ersetzt werden soll, was […]

269/366: Regenwürmer würden grün wählen

„Regenwürmer würden grün wählen“ ist der Slogan eines Folders der Grünen Bäuerinnen und Bauern. Ein Auszug aus dem Text: „Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß auch nicht wohin er geht“. Wir wissen, dass viele unserer „landwirtschaftlichen Errungenschaften“, wie z. B. Pestizide und Kunstdünger, Abfallprodukte der Kriegsindustrie sind. Diese haben die Landwirtschaft nicht nur in […]

Veranstaltungstipp: Braune Ökologie

Braune Ökologie. Vortrag und Diskussion mit Peter Bierl und Karl Öllinger „Umweltschutz ist Heimatschutz“ plakatierte die rechtsextreme NPD bei der deutschen Bundestagswahl. Die Nähe von autoritären Vorstellungen und Naturschutz ist kein Zufall. Auch in Österreich gibt und gab es rechtsextreme Strömungen in der Umweltbewegung – von Teilen der Vereinten Grünen und des Weltbunds zum Schutze […]

265/366: „Wärme des Lebendigen wird weggeplant“. Alternative Liste Innsbruck

Vor 33 Jahren, am 25. September 1983, erreichte die Alternative Liste Innsbruck 2,87%  bei der Gemeinderatswahl und zog mit einem Mandat in den Gemeinderat ein. KandidatInnen waren Hans Augustin, Astrid Kirchbaumer, Eva Köckeis-Stangl, Rainer Patek und Sylvia Wallinger. Der aus der alternativen „Stattzeitung“ hervorgegangene Stattclub mit Gerhard Fritz an der Spitze erreichte 1,1%. „Nachdem die […]

248/366: Braune Flecken der grünen Bewegung

Die Nähe von autoritären Vorstellungen und Naturschutz ist kein Zufall. Auch in Österreich gibt und gab es rechtsextreme Strömungen in der Umweltbewegung – von Teilen der Vereinten Grünen über den Weltbund zum Schutze des Lebens bis zu einzelnen esoterischen Strömungen. Noch heute gibt es blau-grüne Wechselwähler_innen, die sich mit dem grünen Grundwert „ökologisch“, wohl aber […]

237/366: Von der Basisbewegung zur Partei. Eine Außensicht

Die Veranstaltungsreihe „Parteien und Katholische Kirche im Gespräch“ fand von April bis Juni 1999 im Salzburger Bildungshaus St. Virgil statt. Alle fünf Parlamentsparteien wurden von der Österreichischen Bischofskonferenz zu einem Studientag eingeladen, an dem eine Momentaufnahme der Gemeinsamkeiten und Gegensätze versucht wurde. Nach einleitenden Referaten eines Zeithistorikers und eines Politikwissenschaftlers folgten  Grundsatzreferate von Vertreter_innen der […]

229/366: Das erste grüne Landwirtschaftsprogramm

Das erste grüne Landwirtschaftsprogramm stammt von der Liste Freda Meissner-Blau. Es ist nicht datiert, aber vermutlich für die Nationalratswahl 1986 verfasst. Wir bringen im Blog die vier allgemeinen Ziele des Programms. Als Fernziel wurde zum Beispiel eine „gesunde, möglichst naturnahe Landwirtschaft“ definiert, die im Jahre 2000 erreicht werden hätte sollen… Download des gesamten Dokuments: liste-fmb-landwirtschaftsprogramm (PDF, […]

228/366: Linke Alternative zur Liste Freda Meissner-Blau: das Kurzprogramm der GAL

„Zwischen der Vergewaltigung einer Frau, der Eroberung eines Landes und der Zerstörung der Erde ist kein prinzipieller Unterschied“. So beginnt das Kurzprogramm der Grünalternativen – Demokratische Liste (GAL). Selbstdefinition: „Alternative, Umweltbewußte, Feministinnen, Friedensbewegte, Gewerkschafter, Linke und Grüne“. Bei der Nationalratswahl 1986 trat die GAL als linke Alternative zur Liste Freda Meissner-Blau an, erreichte jedoch nur […]

225/366: Emmeline und Flora. Das Wiener Frauenprogramm

Im Oktober 1987 luden die Grünen Frauen Wien zur basisdemokratischen Diskussion des Frauenprogramm. Auf dem Titelblatt der Einladung sind sechs FrauenrechtlerInnen abgebildet: Emmeline Pankhurst (1858-1928): britische Suffragette (nicht abgebildet: ihre Tochter Sylvia) Flora Tristan (1803-1844): französische Frauenrechtlerin Maria Montessori (1870-1952): italienische Reformpädagogin Mathilde Franziska Anneke (1817-1884): deutsch-amerikanische Journalistin, Revolutionärin und Feministin Hedwig Dohm (1831-1919): deutsche […]

223/366: Gewerkschaften – Alternative Liste: Ein Gegensatz?

Über das Verhältnis der Gewerkschaften zur Alternativen Liste schrieb Otto Hwaletz im „1000-Seiten-Programm-Magazin“ der Alternativen Liste Graz: Er hielt fest, dass „zwischen Alternativenbewegung und Gewerkschaften eine prinzipielle Differenz, was die grundlegende Interessenslage der Basis beider politischer Kräfte angeht, nicht existiert“, nennt aber auch Kritikpunkte wie eine schwach ausgeprägte innergewerkschaftliche Demokratie und die „unattraktive“ Fraktionspolitik. // […]

222/366: Georg Prack: Wohin gehen die Grünen?

„Die Grünen stehen an einem Scheideweg. Eine Repolitisierung des grünen Projekts erscheint notwendig. Visionäre grüne Politik muss an die Stelle eines immer stromlinienförmiger werdenden Politikverständnisses treten. Das Streben nach Macht in den Institutionen kann in diesem Zusammenhang nur Mittel zum Zweck sein. Nie darf dieses Machtstreben zum Selbstzweck werden.“ – Wohin die Grünen gehen, fragte […]

220/366: ChristInnen und Grüne – wie geht das zusammen?

„Die ‚andere Politik‘, die ‚andere politische Kultur‘, die von den Grün- und Alternativbewegten primär gefordert wird, decken sich in vieler Hinsicht mit jenen Forderungen, die in den Evangelien und den Apostelbriefen von den ‚Brüdern und Schwestern‘ eingemahnt werden“. Rudolf Sablattnig stellt in seinem Beitrag „ChristInnen und Grüne – wie geht das zusammen?“ einen Vergleich zwischen […]

208/366: Günther Nenning und das verflixte Religiöse

„Das Grüne ist tatsächlich eine religiöse Bewegung, und insofern reicht sie übers Politische hinaus. Bei Grüngegnern ist dies ein Gegenstand des Spottes, es ist aber ein Ehrentitel“, schrieb Günther Nenning im Dezember 1992 in einem sicher kontroversen Beitrag für die Grün-Alternative Zeitung GAZ. In dieser „Weihnachtsausgabe“ sind außerdem Beiträge über die Theologie der Befreiung in […]

203/366: Die Hälfte des Himmels für grüne Frauen

Im September 2016 wird die grüne Bundesfrauenkonferenz „Frauen stärken durch Grüne Politik“ in Wien stattfinden. Ein sehr wichtiger Programmpunkt: der Startschuss zur Gründung der Grünen Frauen Österreich. Bisher gab es grüne Frauenorganisationen nicht in allen Bundesländern und nicht auf Bundesebene. Die Grünen Frauen Wien dagegen feiern heuer bereits ihr 30-Jahr-Jubiläum (hier das Programm der Feier […]

190/366: Sechs grüne Grundwerte

Heute vor fünfzehn Jahren, am 7. und 8. Juli 2001, wurde beim 20. Bundeskongress der Grünen in Linz das grüne Grundsatzprogramm mit 86,2% der Delegiertenstimmen beschlossen. Das erste vergleichbare Dokument, die „Leitlinien grüner Politik“, stammten aus dem Jahr 1990. Die nunmehr sechs Grundwerte lauteten ökologisch, solidarisch, selbstbestimmt, basisdemokratisch, gewaltfrei und feministisch. Die Werte ökologisch, solidarisch, […]

188/366: Alternative Liste Tirol unterzeichnet Linzer Appell

„Die Auswirkungen einer Atombombenexplosion sind so furchtbar, daß schon der Besitz einer solchen Waffe ein Verbrechen ist“. Die Alternative Liste Tirol (ALT) unterzeichnete im Jahr 1983 den Linzer Appell, den Friedensappell der Österreichischen Bischöfe und den Aufruf zur Friedensdemonstration am 22. Oktober 1983 in Wien. Der folgende Text erschien in der alternativen Zeitschrift „Wurzelwerk“ Nr. […]

168/366: Wir haben die Straße an das Auto verloren – ALW für Wohnstraßen

„Die Straße war über Jahrtausende der politische, wirtschaftliche und soziale Treffpunkt der Städte. Wo die Menschen ihren Platz auf ihnen verloren haben, müssen sie ihn wieder zurückerobern“, schrieb die Alternative Liste Wien in ihrem Wohnstraßenprogramm, „die Zerstörung der Straße war und ist vor allem die Zerstörung unserer Macht. Wir müssen die Straße zurückerobern. Wir müssen […]

155/366: Das Umweltnotprogramm in 55 Paketen

Die Abgeordneten der Grünen – im Bild Peter Pilz, Andreas Wabl und Helga Erlinger – präsentierten am 22. Juni 1989 am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt das Umweltnotprogramm in der symbolischen Form von 55 Paketen. Das Programm umfasste 55 Maßnahmen, die der Bundeskanzler Franz Vranitzky, der Wirtschaftsminister Wolfgang Schüssel, die Umweltministerin Marilies Flemming, der Landwirtschaftsminister Franz Fischler […]

151/366: Für eine neue Kultur des Zusammenlebens von Minderheiten und Mehrheiten

Am 8. April 1990 wurde auf dem grünen Minderheitenkongress in Wien das Programm „Für eine neue Kultur des Zusammenlebens von Minderheiten und Mehrheiten“ beschlossen: „Weil jedes Kind einen Namen braucht, der zu ihm paßt, kann das grüne nicht Minderheitenprogramm lauten, sondern Programm für das Zusammenleben. Es ist also für beide Teile gedacht und ganz besonders […]

138/366: Leitlinien grüner Politik – ein Fall fürs Gericht?

Als Vorläufer des grünen Grundsatzprogramms wurden 1990 – nach über einem Jahr basisdemokratischer Programmarbeit in Diskussionen, Seminaren, Veranstaltungen und Gesprächen – die „Leitlinien Grüner Politik“ vom Bundeskongress beschlossen. Elf Jahre später, im März 2001, waren diese Leitlinien Bestandteil einer schriftlichen Anfrage der freiheitlichen Nationalratsabgeordneten Theresia Zierler, Helene Partik-Pablé und Kollegen an Innenminister Ernst Strasser: Dem […]

135/366: Salzburg in Europa. Denkanstöße zur Landtagswahl 1989

„Die Katastrophen müssen nicht mehr vorausgesagt werden — sie finden bereits statt. Und wir üben uns darin, sie zu verdrängen“, schrieb Christian Burtscher 1989 in der Broschüre „Salzburg in Europa“, die als „Aufforderung zum Mitdenken, Mithandeln, Sicheinmischen“ dienen sollte. Im Blog Burtschers Vorwort, die gesamte Broschüre zum Download:  135-salzburg-europa-landtagswahl-1989 (PDF, 5 MB) // „Wer will, […]

113/366: Uns zuliebe VGÖ

Die Vereinten Grünen (VGÖ) sahen sich als die „vernünftige grüne Mitte“. Hier ein Auszug aus ihrem Programm für die Gemeinderatswahl am 10. November 1991 in Wien, abgedruckt in der Zeitschrift „Blätter der Vereinten Grünen“. An der Spitze kandidierten der Chemotechniker Rudolf Dunkl, der Beamte und Journalist Günter Ofner, die Medizinstudentin Sabine E. Poitschek, der Turnusarzt […]

107/366: Kann der Gewerkschaftsbund ergrünen?

Die „Initiative Grüne & Gewerkschaften“ organisierte im Oktober 1995 eine Diskussion mit Franz Floss, Schani Margulies und Karl Öllinger. Im Fokus stand die Frage, ob der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) „ergrünen“ könne und wie die Grünen die „gewerkschaftliche Herausforderung“ annehmen könnten. gesamter Flyer zum Download: 107-gruene-gewerkschaft-oegb-flugblatt-1995 (PDF, 1 MB) Kann der ÖGB ergrünen? Die Grünen stellen sich […]

101/366: Weil einige viel zuviel, viele zuwenig verdienen

„Weil einige viel zuviel, viele zuwenig verdienen“ – aus dem 1986 veröffentlichten Text „Darum grün-alternativ“ der oberösterreichischen Grünen. Weil einige viel zuviel, viele zuwenig verdienen! In unserer Gesellschaft wird der Wert eines Menschen mit Geld bemessen. Wir meinen, daß sich das ändern sollte. Dann würde sich auch ändern, daß Politiker, offensichtlich in der Annahme, sie […]

91/366: Grüne Standortbestimmung auf dem Bundeskongress

Vor zwanzig Jahren, vom 29. bis zum 31. März 1996, fand in Linz der 14. Bundeskongress der Grünen statt. Neben einer Diskussion zum Thema „Grüne Standortbestimmung“ wurden die Bundesfunktionen neu gewählt. Neuer Bundessprecher wurde der Wiener nicht-amtsführende Stadtrat Christoph Chorherr, Bundesgeschäftsführerin wurde die Nationalratskandidatin von 1995, Ulrike Lunacek. Der neue Bundesvorstand bestand weiters aus Thomas […]

86/366: GABL: Antwort auf den akuten Notstand unserer Umwelt

Bei der Salzburger Landtagswahl 1984 scheiterte die Grün-Alternative Bürgerliste (GABL)  – wenn auch mit 4,26% nur knapp. Die GABL war aus Alternativer Liste, Salzburger Bürgerliste, Vereinten Grünen, Menschen aus BürgerInneninitiativen und Personen abseits von Organisationen gebildet worden. Oberste Ziele der GABL Der Schutz der Umwelt und der in ihr lebenden Menschen. Die direkte Beteiligung der […]

65/366: Welche Köpfe brauchen die Grünen? Einladung zu einer hoffentlich kultivierten Debatte

Rotationsprinzip, vier Spitzenkandidat_innen statt einer, imperatives Mandat – die Grünen der Anfangszeit in Österreich und Deutschland lehnten „Personenkult“, die Fokussierung auf eine „prominente“ Person an der Spitze, großteils ab. Die Entwicklung ging letztlich in eine andere Richtung. Das Rotationsprinzip zum Beispiel wurde in Österreich und in Deutschland schnell als nicht praktikabel eingemottet, auch wenn es […]

56/366: Keine Kompromisse im Umweltschutz! Die Paris-Deklaration 1984

Die „Rainbow Group“ (Regenbogenfraktion) wurde 1984 gegründet und war die zweitkleinste Fraktion im Europäischen Parlament. Sie bestand aus drei sehr heterogenen, voneinander unabhängig agierenden Untergruppen – eine davon war „Green Alternative European Link“ (GRAEL). Die GRAEL bestand aus Parlamentarier_innen bzw. früheren Abgeordneten aus vier Ländern: Deutschland (Die Grünen), Niederlande (Groen-Progressief Akkoord), Belgien (flämische Agalev; wallonische […]

49/366: Zerfallende Erde im Krautsalat. Programmentwurf der Grünen Alternative Tirol

„Wir wollen uns aufmachen von der Wegwerfgesellschaft zur Wiederverwertungsgesellschaft“. 1990 gab die Grüne Bildungswerkstatt Tirol die Broschüre „Krautsalat“ heraus. Menschen von innerhalb und außerhalb der grünen Bewegung beschreiben darin den Stand der grünen Programmdiskussion. Der Programmentwurf „Zerfallende Erde“ zeigt die Vorschläge der Grünen Alternative Tirol zur Abfallvermeidung und Abfallverwertung – viele davon noch immer aktuell […]

46/366: Manfred Srb 1990: Sind die Grünen noch alternativ?

Manfred Srb, seit 17. Dezember 1986 Nationalratsabgeordneter, stellte in der grünen Monatszeitung MOZ 2/1990 die Frage, ob die Grüne Alternative noch alternativ sei, und griff die Themen Regierungsbeteiligung und Parteienfinanzierung auf. //zitat// Wir haben zwar mittlerweile eine grüne Programmdiskussion in Gang gebracht, haben uns bis jetzt aber um eine grüne Grundsatzdiskussion gedrückt. Wir haben uns […]

43/366: Bewusstseinsbildende Kleinarbeit

Alternative Politik ist bewußtseinsbildende Kleinarbeit eines jeden an seinem Platz – nicht zu verwechseln mit Zwangsbeglückung und zum Unterschied von dieser getragen von Menschenliebe und Lust. Wo diese fehlt, ist etwas faul. Doris Eisenriegler. In: Netzwerkzeitung 8/1984

41/366: Thesen für eine Grüne Alternative Wien

„Wir stehen für eine Partei, die BürgerInnen ermutigt, gemeinsam, individuell und gemeinsam mit uns einschränkenden gesellschaftlichen Bedingungen Widerstand zu leisten“. Im Bezirksgruppenrundbrief 46/1992, dem internen Informationsmedium der Wiener Grünen, stellten Hedvig-Doris Spanner-Tomsits, Rudolf Sablattnig, Eleonora Sablattnig, Ines Riedler, Peter Altendorfer und Alexandra Bader zehn „Thesen für eine Grüne Alternative Wien“ auf. //zitat//  I. Wir stehen […]

37/366: Lebensbejahend oder lebensfrustriert – wozu zwei Grünparteien?

Wozu zwei Grünparteien? Was unterscheidet sie voneinander? Diese Fragen versuchten die Vereinten Grünen in einem „Grünen Wegweiser“ – natürlich aus ihrem Blickwinkel – zu beantworten. Die vierseitige Publikation des Landesverbandes Wien der Vereinten Grünen Österreichs (VGÖ) wurde im Wiener Stadt- und Landesarchiv (Bestand 1.104.3 – Die Grünen) gefunden. Der Text hat keine Jahresangabe, dürfte aber […]

30/366: Ländlich-ökologische oder städtisch-soziale Bewegung

1984 definierte die Alternative Liste Wien in ihrer Zeitschrift den Unterschied zwischen der Alternativen Liste und den Vereinten Grünen so: //zitat// Die VGÖ wurzelt in einer „ländlich-ökologischen“ Bewegung: Sie gewinnt ihre Kraft und Stärke aus ihren Vorstellungen und Vorschlägen zur Erhaltung der Natur, zur Sauberkeit der Flüsse, der Luft, zur Rücksichtnahme auf die Natur,… Die […]

13/366: Arbeit schaffen, Umwelt erhalten, Zukunft gestalten. Das Programm der Vorarlberger Grünen 1998

Die Vorarlberger Grünen formulierten in einer breit angelegten Programmdiskussion zwischen Juni 1997 und April 1998 wesentliche Positionen Grüner Politik. Das Programm „Arbeit schaffen – Umwelt erhalten – Zukunft gestalten“ wurde im April 1998 beschlossen. Die Beschlussvorlage für die Vollversammlung am 23. April 1998 haben wir im Grünen Archiv. //zitat// Wir sind Optimisten – auf Basis […]

5/366: Provokation statt Restauration – Kurzprogramm der Alternativen Liste Graz 1988

Die Alternative Liste Österreichs wurde am 5. November 1982 in Graz gegründet und getragen von AktivistInnen aus der Anti-AKW-, Dritte Welt-, Friedens- und Frauenbewegung (in Wien auch von Teilen der studentischen Linken). Die ALÖ übernahm die Grundsätze der deutschen Grünen – ökologisch, solidarisch, basisdemokratisch, gewaltfrei. Als „Hochburg“ der Alternativen Liste kann Graz bezeichnet werden. Dort […]

4/366: 10 Gebote für grüne Aktivisten

Die Vereinten Grünen Österreichs, eine der Vorläuferparteien der heutigen Grünen, stellten 1985 in ihrer Zeitschrift „Grüne Blätter“ zehn Verhaltensregeln für grüne Aktivistinnen und Aktivisten auf. Zu beurteilen, was davon noch Gültigkeit hat und wie es mit der Umsetzung im politischen und gremialen Alltag aussieht, sei den geneigten Leserinnen und Lesern überlassen. Manche Formulierungen würden heutzutage […]

1/366: Freda Meissner-Blau gegen die „Wieder-Schlechtmachung“ Österreichs

Der Einzug der Grünen ins Parlament vor dreißig Jahren ist der Anlass für unser Online-Projekt „366 x grün“. Der erste Beitrag in diesem Blog ist unserer ersten Klubobfrau, Freda Meissner-Blau, gewidmet, die am 22. Dezember 2015 mit 88 Jahren verstarb.  Am 29. Jänner 1987 kommentierte sie in einer ihrer ersten Reden im Parlament die Angelobung […]